Kleingärtnerverein Köln-Vingst e.V.

am Vingster Naturfreibad

Geschichte

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Wie alles begann

Alte Flurkarten aus dem 18. und 19. Jahrhundert weisen kleine Gärten an der heutigen Waldstraße (früher Waldpfad) östlich der Heßhofstraße (früher Gartenstraße) und im Eschkampsgrund aus.
Und selbst der Name „Vingst“ soll auf Weingärten, die es bereits zur römischen und fränkischen Besatzungszeit unseres Heimatgebiete in Vingst gegeben hätte, zurückzuführen sein.
Anfang des 20. Jahrhunderts bestanden in Vingst bereits Gärten, die im Sinne von Kleingärten bewirtschaftet wurden und die sich im Laufe der Jahre zu Kleingartenanlagen entwickelten und über Jahre hinweg den noch nicht eingetragenen Verein „Gartenbau-Verein-Köln-Vingst“ bildeten.
Bei der Wahl des Ausschusses zur Gründung eines Verbandes der Kölner Gartenbauvereine am 03.10.1919 im Gürzenichbräu war Herr Johann Schlimm als Vertreter der Vingster Kleingärtner anwesend.
Die Gemeinde Vingst umfasste vor, bzw. zu dieser Zeit mehr als das Doppelte ihrer heutigen Größe. Es waren insbesondere Knechte und Fabrikarbeiter, die von den Vingster Bauern ein Stück Land in Pacht bekamen, um für ihren Eigenbedarf Gemüse und Kartoffeln anzubauen, sowie Beerensträucher und Obstbäume zu pflanzen.

Die Gründung

Am 22.12.1922 wurde der „Gartenbauverein Köln-Vingst e. V.“ im Lokal des Wirtes Hepp in Köln-Kalk (Kalker Hauptstraße / Ecke Wiersbergstraße) von Heinrich Bützler, dem Rektor und Leiter der Fortbildungsschule in Kalk und dem Verfasser des Buches Geschichte von Kalk und Umgebung und dem Obergärtner Peter Druxes gegründet.
Am 03.03.1923 wurde dieser Verein unter der Register-Nr. 752 (heute 4454) ins Vereinsregister des Preußischen Amtsgerichts Köln eingetragen...
Dem Verein standen 40 Morgen Acker- und Grabeland an der Würzburger Straße, Homarstraße/Kampgasse und Ostheimer Straße zur kleingärtnerischen Nutzung zur Verfügung.
Später ging das meiste Land durch Bau von Siedlungen dem Verein wieder verloren, auch das Ersatzland an der Kuthstraße, im Heidkamp und zuletzt Ende 2013 die Exklaven an der Lustheider Straße.
Bis zu Errichtung der heutigen Dauergartenanlage auf dem Vingster Berg, am Vingster Ring und im Eschkampsgrund war ein mühevoller Weg zurückzulegen. Doch immer wieder gelang es den Kleingärtnern mit viel Geschick und Fleiß, das ihnen anvertraute Land in grüne und blühende Oasen der Entspannung und Erholung zu verwandeln.

Heute

In den Zeiten der Not und des Krieges wurde der Kleingarten für viele vorübergehend Wohn- und Lebensraum.
Viele Parzellen wurden zu Behelfsunterkünften für Familien, deren Wohnungen oder Häuser zerstört worden waren und erst langsam fanden die Kleingärten wieder zu ihrer eigentlichen Bestimmung zurück.
Heute betreut der Verein über 100.000 qm Kleingartenland mit 280 Gärten.
Seine gepflegten Anlagen stellen einen hohen Freizeit- und Erholungswert dar, was nicht nur bei den Vingster, Höhenberger und Ostheimer Bürgern viel Anerkennung und Zuspruch findet.